Kurze Geschichte der Kontaktlinsen

Kontaktlinsen

Kontaktlinsen Photo by Jule Berlin via Flickr

Die Geschichte der Kontaktlinse begann schon Ende des 19. Jahrhunderts. Schon damals wurden die ersten Glas-Linsen hergestellt. Allerdings hatten sie einen heute unvorstellbaren Durchmesser von 23mm. Sie waren sehr unbequem und konnten deshalb nicht lange getragen werden. Ab 1939 ungefähr nutzte man Acrylglas und reduzierte den Durchmesser auf 10 mm. Die Tragezeit verlängerte sich um ein Vielfaches.

Welche Fehlsichtigkeit kann man mit Kontaktlinsen ausgleichen?

Anfangs korrigierte man mit so genannten Einstärkenlinsen nur Kurz- und Weitsichtigkeit, heute ist es möglich auch Alterssichtigkeit oder Hornhautverkrümmungen auszugleichen. Ebenso stehen Bifokal- und konzentrische Multifokallinsen zur Verfügung die es dem Träger ermöglichen gleichzeitig mehrere optische Zonen zu nutzen.

Die Unterschiede zwischen den Kontaktlinsen

Auf dem Markt gibt es formstabile (harte) und weiche Linsen. Umgangssprachlich hatte sich in der Vergangenheit für formstabile Linsen der Begriff „harte“ Linsen gebildet. Dies hört sich leicht negativ an und es entspricht den heutigen flexiblen Materialien nicht mehr.

Formstabile Kontaktlinsen schwimmen auf der Tränenflüssigkeit und sind hochsauerstoffdurchlässig, was ein geringeres Risiko der Schädigung des Auges bedeutet, denn die Hornhaut wird besser mit Sauerstoff versorgt. Der Durchmesser beträgt nur noch 8 bis 10 mm. Bei diesen Linsen besteht eine höhere Gefahr als bei weichen, dass ein Fremdkörper zwischen Linse und Auge gerät, was sehr schmerzhaft ist. Sie sind für Arbeiten mit hoher Staubentwicklung weniger geeignet. Für Schreibtischarbeiten hingegen sind sie sehr empfehlenswert, denn es besteht keine Gefahr, dass sie austrocknen, zum Beispiel durch klimatisierte Luft.

Der Durchmesser weicher Kontaktlinsen liegt bei 12 bis 16 mm und sie liegen fast direkt auf dem Auge. Bei geöffnetem Auge liegt somit der Rand der Linse unter dem Lid und sichert sie besser gegen Verlust, etwa beim Sport. Weiche Kontaktlinsen gibt es als Tages-, 14-Tages-, Monats- oder Dauerlinsen. Einige sind leicht eingefärbt, um sie besser in der Reinigungsflüssigkeit zu erkennen. Farbige Kontaktlinsen gibt es auch zur Verfügung.

Für eine hohe Lichtempfindlichkeit stehen auch Irislinsen zur Verfügung, die komplett eingefärbt sind.

Was ist zu beachten bei der Anschaffung von Kontaktlinsen?

Bevor Sie Kontaktlinsen kaufen, erledigen Sie den Kontaktlinsen Preisvergleich und Sie sollten sich auch unbedingt bei einem Fachmann (Augenarzt, Optiker, Kontaktologe) beraten lassen, um die für Sie ideale Linse zu finden. Es muss genau die Krümmung der Hornhaut vermessen werden, auch unterscheidet sich die Dioptrienzahl einer Kontaktlinse von der einer eventuell schon genutzten Brille. Meist ist sie leicht geringer. Außerdem probieren Sie hierbei verschiedene Arten Linsen und können so entscheiden, welche für Sie persönlich am komfortabelsten ist. Ihr Optiker wird Ihnen gerne ein Probepaar für einige Tage mitgeben. Die Angebote im Internet für Kontaktlinsen kaufen sind groß. Es gibt auch viele so genannte Testangebote, jedoch sollten Sie niemals hier bestellen, bevor Sie nicht eine ausführliche, persönliche Beratung hatten.

Hygiene ist bei der Benutzung von Kontaktlinsen eine unbedingte Voraussetzung. Das Händewaschen vor der Handhabung mit den Linsen und eine regelmässige Reinigung und Desinfektion sind ein unbedingtes Muss, um Schädigungen des Auges zu vermeiden. Für die Desinfektion und Reinigung steht eine große Auswahl an Flüssigkeiten zur Verfügung, die dem jeweiligen Material der Linse entsprechen muss. Auch hier wird Ihr Optiker oder Augenarzt Ihnen genaue Anweisungen geben, wie Sie mit Ihren Linsen umgehen müssen.

Von der Verwendung beschädigter oder überalterter Linsen ist unbedingt abzuraten, da das Risiko einer Augenschädigung damit steigt.  Für rein optische Veränderungen ohne Korrektur einer Fehlsichtigkeit gibt es eingefärbte oder Motivlinsen (Reptil-, Mangamotive).


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